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Warum ist Geschichte faszinierend?

Der Historiker Johann Gustav Droysen konnte es vor beinahe 150 Jahren in nur einem einzigen Satz erklären:

Die Geschichte ist das Wissen der Menschheit von sich, ihre Selbstgewissheit“

(Historik, 37)

Geschichte besteht nicht bloß aus Zahlen und Fakten, die lange zurückliegen und sich nicht mehr verändern.
Aus der Geschichte entsteht unsere Identität, unser Bild von uns selbst und das von anderen.
Ohne Bewusstsein der Geschichte ist kein Staat, keine Gesellschaft und keine menschliche Gemeinschaft möglich.

Deshalb setzen wir uns immer wieder mit Geschichte auseinander, stellen ihr aus unserer Perspektive stets neue Fragen.
Diese Auseinandersetzung verschafft den interessierten Menschen niemals ein endgültiges Wissen über die Vergangenheit.
Neue Zeiten werfen aktuelle Fragen auf, die alte Erklärungen verwerfen und nach neuen Antworten suchen.
Oder um es mit Droysen zu sagen:

Geschichte ist nicht das Licht und die Wahrheit, aber ein Suchen danach“














Projekte

Städte

Unternehmen und Verbände

Privatpersonen

Herrenberg (Stadtgeschichte)

Die wissenschaftliche Aufarbeitung der Geschichte Herrenbergs im Nationalsozialismus prägnant in Buchform

Im Rahmen dieses Projekts werden Text- und Bildmaterial in lokalen, regionalen und deutschlandweit relevanten Archiven gesichert und ausgewertet sowie Zeitzeugen befragt. Die Kontextualisierung der Ergebnisse auf Basis des aktuellen Forschungsstandes macht die Ähnlichkeiten und Unterschiede der Herrenberger Entwicklung im Vergleich zur gesamtdeutschen Geschichte des Nationalsozialismus erkennbar.

Zentrale Fragen drehen sich um die Etablierung der NS-Herrschaft vor Ort zwischen Gleichschaltung und Selbstgleichschaltung. Inwieweit nutzten lokale Akteure ihre Handlungsspielräume zwischen Zustimmung, Eigensinn oder Widerstand? Ein besonderes Augenmerk gilt den Brüchen und Kontinuitätslinien, die sich mit den Jahren 1933 und 1945 verbinden.

IG Metall (Verbandsgeschichte)

Ausstellung zu 70 Jahren IG Metall Hannover (1945-2015)

Diese Ausstellung zeigt auf 12 Tafeln schlaglichtartig wichtige Ereignisse und Wendepunkte in der Geschichte der IG Metall Hannover. Die lokalen Ereignisse und Besonderheiten werden dabei stets in den Kontext der übergeordneten Gewerkschaftsgeschichte und der politischen, sozialen und kulturellen Veränderungen seit Ende des Zweiten Weltkriegs gerückt.

TÜV SÜD (Unternehmensgeschichte)

Wissenschaftliches Gutachten zur Geschichte des TÜV SÜD während des Nationalsozialismus im Auftrag der Geschichtsagentur timefab

Im Fokus dieses Gutachtens standen unter anderem die Frage nach Gleichschaltung und Selbstgleichschaltung, nach Handlungsspielräumen zur Zeit der Diktatur und dem Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit nach 1945 bei unterschiedlichen Vorläuferorganisationen der heutigen TÜV SÜD AG.

 

http://www.timefab.de/

Hitdorf (Familien- und Industriegeschichte)

Kombination von Familiengeschichte und lokaler Industriegeschichte

Bei diesem Projekt werden handschriftliche Dokumente in deutscher Kurrentschrift entziffert, ausgewertet und für den Auftraggeber interessante Informationen in kondensierter Form zur Verfügung gestellt.

In dieser Industriegeschichte eines kleinen Dorfes am Rhein wird der Blick auf die Lebenswelt des 19. Jahrhunderts geworfen: Den ungebremsten Eintritt in das Industriezeitalter und die Realität der Einwohner, die schutzlos den Gefahren einer Produktion ausgesetzt waren, deren Gesundheitsgefahren ihnen kaum bewusst waren oder die sie aufgrund ihrer enormen Armut in Kauf nehmen mussten.

Leistungen

  • Konzeptentwicklung für historische Projekte
  • Historische Darstellungen, die Geschichte verständlich und interessant vermitteln, ohne dabei auf wissenschaftliche Seriosität zu verzichten
  • Wissenschaftliche Dossiers und Gutachten
  • Historische Beratung
  • Recherche, Sicherung und Ordnung von historischem Material (Archive, Forschungsliteratur etc.)
  • Zeitzeugengespräche

 

Links:

historicity.de

historicity-app.com

Über mich

Marcel vom LehnMarcel vom Lehn hat in Mainz und Florenz Geschichte, Volkswirtschaftslehre und Philosophie studiert und promovierte an der Freien Universität Berlin über den öffentlichen Umgang mit der nationalsozialistischen und faschistischen Vergangenheit in Deutschland und Italien nach 1945.

Nach mehreren Jahren Berufserfahrung in der universitären Forschung und der öffentlichen Vermittlung von Geschichte machte er sich 2014 selbständig. Seine Schwerpunkte sind die Geschichte des Nationalsozialismus, der Umgang mit der NS-Vergangenheit, Stadtgeschichte sowie Unternehmens- und Wirtschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

Zu seinen wissenschaftlichen Referenzen zählen die in den „Kritischen Studien zur Geschichtswissenschaft“ erschienene Dissertation und etliche Aufsätze in deutschen und internationalen Fachzeitschriften.

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